Liebe Freunde und Verwandte. Ich bin so froh, dass dieses Semester zu Ende ist. Naja, es ist noch nicht ganz zu Ende. Ich schreib grad noch an einer Semesteraufgabe, die bis zum Mittag fertig sein muss. Ist aber kein Problem, bei dieser Arbeit. Aber ich dachte mir, dass es auch mal wieder gut ist einen Istzustand kundzutun, was ich hiermit tue. Heute um 15 Uhr endet das Semester offiziell und es geht in die Ferien. Weihnachten steht vor der Tür. In einem Andachtsbuch von Andreas Schäfer, dem geistlichen Leiter der Bibelkonferenzstätte Langensteinbacher Höhe, habe ich eine sehr ermunternde Anekdote gelesen. Und ich finde sie so passend zur derzeitigen Lage und wie es mir geht, dass ich sie hier gerne zitieren möchte. Aus "Der prophezeite Messias-Gedanken zur Weihnachtszeit" von Andreas Schäfer:
Als wir von der Langensteinbacher Höhe einmal unseren Stand auf dem Weihnachtsmarkt aufgestellt haben, wurde uns gegenüber zugleich eine Bude mit unterschiedlichen Hexenartikeln aufgebaut. Wir waren betroffen von diesem extremen Gegensatz: Auf der einen Seite ging es um Jesu Geburt, auf der anderen Seite konnte man die Hexe kaufen. Kinder merken das noch ganz anders. Eines unserer Kinder war dabei, hat beim Aufbauen geholfen und sah dabei, wie all die Hexenkartons aufgestellt wurden. Der Kommentar des Kindes war: "Die machen mir das ganze Weihnachtsfest kaputt." Meine Frau meinte dann: "Du, Weihnachten kann man nicht kaputt machen." Irgendwie schien das in dieser Kinderseele angekommen zu sein, denn während auf der einen Seite die Hexen ausgepackt wurden und auf unserer Seite die Sterne, hörte meine Frau ein Murmeln in der Bude von unserem Kind: "Weihnachten kann man nicht kaputt machen."
Wie es mir derzeit geht ist ähnlich dem, wie das Kind empfunden hat, als die Hexen aufgestellt wurden. Etwas dunkles und beängstigendes war dabei zu mir vorzudringen. Anfechtungen, schlechte Gedanken und Unmut über manche Zustände. Doch mir wurde bewusst, dass diese Dinge, obwohl ich dachte, sie könnten mir Weihnachten kaputt machen, ja gar keine Macht über Weihnachten haben, und dass sie Weihnachten nicht kaputt machen können. Selbst wenn es mir an Weihnachten nicht gut geht, oder euch mehr als nur eine Laus über die Leber gelaufen ist und ihr euch nur fragt, wie kann da Weihnachten gut werden, dann denkt an die Worte der Mutter und des Kindes. Ich tue das jetzt und muss sagen, es geht mir besser. Weihnachten kann wirklich nichts kaputt machen. Auch wenn wir manchmal den Eindruck haben über uns fällt alles zusammen und verdirbt uns Weihnachten, kann nichts Weihnachten kaputt machen.
Ich freue mich sehr auf die freie Zeit, die vor mir liegt. Ab Januar gehts dann los mit der Hausarbeit zum Thema: Der Name Gottes - Eine Verheißung für die Menschen. Ich bin gespannt, was dabei so raus kommt. Habe mit meinem Dozenten Christoph Müller gesprochen und war überrascht, auf welche Ideen wir da gekommen sind. Ich freue mich also auch darauf.
So, ihr lieben, einige werde ich in den nächsten Tagen begegnen, worauf ich mich auch sehr freue. Schön, dass es euch gibt.
Liebe Grüße, für dieses Jahr die letzten aus Falkenberg. Euer Hagen