Montag, 24. Dezember 2007

Heilig Abend

Liebe Freunde und Verwandte. Da heute der Heilige Abend ist, und ich, als ich den letzten Eintrag schrieb, noch nicht das Gefühl hatte, dass es dem Heiligen Abend gerecht tut, wenn ich um 1UhrIrgendwas zum Heiligen Abend schreibe. Aber jetzt, so kurz vor der Datumsgrenze ist es soweit. Der heutige Tag ist für mich immer etwas besonderes. Meistens ist er verbunden mit viel Stress und Missverständnissen. Dieses Mal war er äußerst entspannt. Heute war ich nach über einem Monat, wenn nicht sogar sechs Wochen, das erste Mal wieder in meiner Gemeinde. Viele freuten sich mich wiederzusehen und ich habe mich auch gefreut sie wiederzusehen. Dann waren meine Eltern und ich noch bei meiner Tante. Dort war auch mein Opa. Dort haben wir viel miteinander gesprochen und hatten eine echt schöne Zeit. Danach bin ich noch in den Hauptbahnhof gefahren. Meine Tante erzählte mir davon, dass die Berliner Stadtmission an Heilig Abend immer einen Gottesdienst im Hauptbahnhof feiert, also seitdem der Hauptbahnhof geöffnet hat. Als ich ankam hörte ich noch eine gute Predigt von Hans-Georg Filker, dem Stadtmissionar. Der musikalische Beitrag kam von Sarah Kaiser. Tolle Musik und gute Predigt, und das im Berliner Hauptbahnhof. Echt toll. Gott macht vieles möglich.
Das soll es ganz kurz gewesen sein. Ein kleiner Einblick in meinen Heiligen Abend.
Ich wünsche euch ein ganz tolles frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Das Kind ist geboren, der König ist da.
Euer Hagen

100 - einhundert

Ich bin ja irgendwie stolz auf mich. Zwei Jahre schreibe ich schon diesen Blog. Dieses Jahr werde ich einen Durchschnitt von einem Blogeintrag pro Woche erreichen. Stark. Aber geht es darum? Warum dieser Blog?
Vielleicht ist jetzt Gelegenheit für mich, noch einmal mich daran zu erinnern, warum dieser Blog entstehen musste. Ursprünglich war der Blog geplant als ein Lebenszeichengeber für mein langes Gemeindepraktikum, dass letztes Jahr von Januar bis August ging. In dieser Zeit habe ich euch die neuesten Neuigkeiten oder von interessanten Begebenheiten berichtet, die ich während meines Exils erlebte. Da ich selbst kein großer Fan von allgemeinen Rundbriefen bin, in dem ich schreibe wie es mir geht und was ich so erlebe und diesen Rundbrief dann per Email und vielleicht einiger Emailpostkästen lästig werden könnte, hatte ich mich damals für diese Möglichkeit der Weitergabe von Infos entschieden. In einem Blog kann man die Einträge lesen, wie man lustig ist. Einer Email kann man kaum ausweichen. So kann jeder lesen, wie es ihm gefällt.
Nun, das war also der Hauptgrund für diesen Blog. Als ich aus Kaiserslautern (KL) wiederkam, hatte ich mich dazu entschlossen, diesen Blog weiterzuführen. Durch meinen Aufenthalt in KL wuchsen wieder Verbindungen und Freundschaften, die jetzt wiederum wissen wollten, wie es mir wieder in meinem Studium ergeht. Deshalb wandelte sich der Blog um in den jetzt vorhandenen "offiziellen der.hejgen blog".
Jetzt gibt es immer noch Neuigkeiten und interessantes zu lesen. Und das nach zwei Jahren und 100 Einträgen. Da gratulier' ich mir grad mal selbst :-)
Also, seid mir lieb gegrüßt. Auf ein weiteres heiteres und frohes Bloggen.
Euer Hagen, der jetzt die Weihnachtszeit genießt.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Semesterschluss

Liebe Freunde und Verwandte. Ich bin so froh, dass dieses Semester zu Ende ist. Naja, es ist noch nicht ganz zu Ende. Ich schreib grad noch an einer Semesteraufgabe, die bis zum Mittag fertig sein muss. Ist aber kein Problem, bei dieser Arbeit. Aber ich dachte mir, dass es auch mal wieder gut ist einen Istzustand kundzutun, was ich hiermit tue. Heute um 15 Uhr endet das Semester offiziell und es geht in die Ferien. Weihnachten steht vor der Tür. In einem Andachtsbuch von Andreas Schäfer, dem geistlichen Leiter der Bibelkonferenzstätte Langensteinbacher Höhe, habe ich eine sehr ermunternde Anekdote gelesen. Und ich finde sie so passend zur derzeitigen Lage und wie es mir geht, dass ich sie hier gerne zitieren möchte. Aus "Der prophezeite Messias-Gedanken zur Weihnachtszeit" von Andreas Schäfer:
Als wir von der Langensteinbacher Höhe einmal unseren Stand auf dem Weihnachtsmarkt aufgestellt haben, wurde uns gegenüber zugleich eine Bude mit unterschiedlichen Hexenartikeln aufgebaut. Wir waren betroffen von diesem extremen Gegensatz: Auf der einen Seite ging es um Jesu Geburt, auf der anderen Seite konnte man die Hexe kaufen. Kinder merken das noch ganz anders. Eines unserer Kinder war dabei, hat beim Aufbauen geholfen und sah dabei, wie all die Hexenkartons aufgestellt wurden. Der Kommentar des Kindes war: "Die machen mir das ganze Weihnachtsfest kaputt." Meine Frau meinte dann: "Du, Weihnachten kann man nicht kaputt machen." Irgendwie schien das in dieser Kinderseele angekommen zu sein, denn während auf der einen Seite die Hexen ausgepackt wurden und auf unserer Seite die Sterne, hörte meine Frau ein Murmeln in der Bude von unserem Kind: "Weihnachten kann man nicht kaputt machen."
Wie es mir derzeit geht ist ähnlich dem, wie das Kind empfunden hat, als die Hexen aufgestellt wurden. Etwas dunkles und beängstigendes war dabei zu mir vorzudringen. Anfechtungen, schlechte Gedanken und Unmut über manche Zustände. Doch mir wurde bewusst, dass diese Dinge, obwohl ich dachte, sie könnten mir Weihnachten kaputt machen, ja gar keine Macht über Weihnachten haben, und dass sie Weihnachten nicht kaputt machen können. Selbst wenn es mir an Weihnachten nicht gut geht, oder euch mehr als nur eine Laus über die Leber gelaufen ist und ihr euch nur fragt, wie kann da Weihnachten gut werden, dann denkt an die Worte der Mutter und des Kindes. Ich tue das jetzt und muss sagen, es geht mir besser. Weihnachten kann wirklich nichts kaputt machen. Auch wenn wir manchmal den Eindruck haben über uns fällt alles zusammen und verdirbt uns Weihnachten, kann nichts Weihnachten kaputt machen.
Ich freue mich sehr auf die freie Zeit, die vor mir liegt. Ab Januar gehts dann los mit der Hausarbeit zum Thema: Der Name Gottes - Eine Verheißung für die Menschen. Ich bin gespannt, was dabei so raus kommt. Habe mit meinem Dozenten Christoph Müller gesprochen und war überrascht, auf welche Ideen wir da gekommen sind. Ich freue mich also auch darauf.
So, ihr lieben, einige werde ich in den nächsten Tagen begegnen, worauf ich mich auch sehr freue. Schön, dass es euch gibt.
Liebe Grüße, für dieses Jahr die letzten aus Falkenberg. Euer Hagen

Mittwoch, 5. Dezember 2007

DEK


Nein, das ist keine Versicherung oder dergleichen. DEK bedeutet Deutsche Evangelistenkonferenz. Zu dieser Konferenz kommen viele Evangelisten aus ganz Deutschland und einige auch anderen Ländern Europas. Worum geht es hier? Das Ziel der DEK ist es, die Evangelisten einmal im Jahr zu einem gemeinsamen Beisammensein zu bringen. Vor zwei Jahren waren mein Freund Dominique und ich schon einmal bei der DEK, damals in Schwäbisch Gmünd. Diesmal sind wir in der Nähe von Karlsruhe in Karlsbad auf der Langensteinbacherhöhe, einem Bibelkonferenzzentrum. Leiter dieses Zentrums ist Andreas Schäfer. Gestern hielt er eine Bibelarbeit, die hatte es echt in sich. Eine so geniale Auslegung hatte ich noch nicht gehört. Der Mann hats echt drauf. Heute stehen noch zwei Vorträge und eine Austauschrunde auf dem Plan. Ich konnte inzwischen ein paar Evangelisten kennenlernen. Viele haben unterschiedliche Begabungen und Talente, viele Musiker sind dabei. Echt fasizienierend. Zum Frühstück saß ich neben dem damaligen Traumschiffpianisten. Ein sehr interessanter Mensch. Erst vor ein paar Jahren hat er zu Jesus gefunden. Er hat mir erzählt, dass es kein Prediger war, sondern dass er durch das Bibellesen sich bekehrt hat. Und zwar war er mal wieder auf dem Traumschiff unterwegs, als er eine Gideonbibel in die Hand nahm und drin las. Daraufhin ging er an Deck und hob seine Arme zum Himmel und bat Jesus darum, in sein Herz einzuziehen. Seitdem ist er unterwegs als Musikevangelist. Spannend. Bin gespannt was Jesus mit mir vor hat.
Bis morgen geht die Konferenz noch, dann geht es nach Suhl, wo wir bei Freunden ein schönes Wochenende haben werden, bevor wir wieder nach Falkenberg zurückfahren.
Seid lieb gegrüßt und gesegnet in allem was ihr tut.
Euer Hagen