Dienstag, 8. Dezember 2009

Tag 8 - Verdrehte Welt

Vor kurzem fand der Kongress "Gedenket der Märtyrer" statt. Zehn Hilfsorganisationen kamen erstmals zusammen und berieten über die Lage der mehr als 100.000.000 verfolgten Christen weltweit. Es muss mehr auf dieses Unrecht hingewiesen und öffentlich darüber berichtet werden. Die größten Verfolgungen finden in islamischen und kommunistischen Ländern statt. Ganz vorne auf der Rangliste stehen Nordkorea und Iran.
Günter Nooke, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, reagierte auf einen Beitrag des ZDF, als über evangelikale Missionare berichtet wurde und dass "christliche Märtyrer ähnlich wie islamische Selbstmordattentäter seien." "Die Journalisten hätten Christen, die das Menschenrecht auf öffentliches Bekennen ihres Glaubens in Anpruch nahmen, ins Unrecht gesetzt." Dieses Recht auf Ausübung der Religion sei keine Privatangelegenheit. Auch wenn es unklug sein mag in islamischen Ländern progressiv seinen Glauben auszuleben und zu bekennen, dürfe dies aber nicht diffamiert werden. Nooke "erinnert an die DDR-Zeit. Bis vor 20 Jahren sei es nicht angezeigt gewesen, über den Todesstreifen in Berlin flüchten zu wollen. Dennoch habe man nicht über die Flüchtlinge, sondern über den SED-Unrechtsstaat den Stab gebrochen." (ideaSpektrum 49/2009, S. 12)