Welcher Weihnachtstyp bist du?
Hallo Zusammen. Bevor ich nun endlich meine Gedanken zur Gottebenbildlichkeit preis gebe vorher noch ein paar Gedanken zu Johannes dem Täufer und warum er so in die Adventszeit passt.
Vielleicht habt ihr es ja schon mit bekommen. Ein Kind ist uns geboren.
Also ich meine jetzt nicht uns. Gott wurde Mensch und ist als Kind geboren. Und bevor Jesus geboren wurde, wurde ein weiteres Kind geboren.
Die Cousine von Maria hat nämlich auch ein Kind bekommen. Die Geschichte dazu ist auch sehr faszinierend und spannend. Lässt sich gut nachlesen im Lukasevangelium.
Diese Kind, das von Elisabeth, der Cousine von Maria geboren wurde ist ein besonderes Kind. Es wird, durch einen Engel angekündigt und gesagt, dass es schon im Mutterleib mit dem Heiligen Geist erfüllt sein wird. Dieses Kind bekommt vor seiner Geburt bereits ein krassen Auftrag. Er soll Jesus den Weg bahnen. Johannes wird ein halbes Jahr vor Jesus geboren.
Man hört dann lange Zeit nichts mehr von ihm, aber dann umso mehr. Ich möchte Euch nun den Wüstling Johannes vorstellen. In der Manga Bibel ist ein tolles Bild vom ihm gezeichnet.
Keine Sorge, Wüstling klingt zwar etwas grob, ist aber die Wahrheit. Ich möchte uns den Predigttext für heute lesen.
Matthäus 3,1-6 (REB)
"1 In jenen Tagen aber kommt Johannes der Täufer und predigt in der Wüste von Judäa 2 und spricht: Tut Buße! Denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen. 3 Denn dieser ist der, von dem durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: »Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!« 4 Er aber, Johannes, hatte seine Kleidung von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig. 5 Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und die ganze Umgegend des Jordan; 6 und sie wurden von ihm im Jordanfluß getauft, indem sie ihre Sünden bekannten."
Johannes bedeutet „Gott ist gnädig“. Allein schon seine Existenz, sein Leben ist ein Zeugnis von der Gnade und Barmherzigkeit Gottes. Elisabeth und Zacharias erging es ähnlich wie Abraham und Sara. Auch sie waren im hohen Alter noch kinderlos. Und dann geschieht schließlich das Wunder ihres Lebens. Gott schenkt ihnen ein Kind. Nicht irgendein Kind, sondern den Wegbereiter des zukünftigen Königs von Israel.
Johannes ist wie gesagt ein Wüstling, er kommt aus der Wüste und predigt dort die Umkehr zu Gott und bietet die damit verbundene Taufe an, als öffentliches Zeichen für die Ernsthaftigkeit dieses Vorhabens.
Übrigens, die Predigt des Johannes beträgt 10 Worte. Hier und da eine Erläuterung zu seiner Predigt. Dann zitiert er den Propheten Jesaja. Dies der Grund für sein Handeln. Da Johannes vom Heiligen Geist erfüllt ist, glaube ich, dass er genau weiß, welche Rolle er einnehmen muss in diesem geschichtlichen Ereignis. Er weiß selbst, dass er nicht der Messias, der verheißene Retter ist. Der Heilige Geist macht ihm das deutlich, da kommt noch einer nach mir.
Aber da sind noch weitere Fragen:
Warum trägt der Kleidung aus Kamelhaaren und ist mit einem ledernen Gürtel gegürtet? Auch seine Speise hört sich ja nicht so sehr verlockend an. Ich hab zwar mal gehört, dass Heuschrecken sehr gesund sein sollen, weil sie wie kein anderes Nahrungsmittel, eine so hohe Konzentration an Proteinen haben. Willst du gesund leben, besorg dir ein paar Heuschrecken. Hab ich probiert. Ist gar nicht so einfach. Im Internet kann man die sich bestellen und kosten auch entsprechend viel Geld. Hier in Wolfsburg habe ich es nicht geschafft mir welche zu besorgen. Im Asialaden dachten die Verkäufer wahrscheinlich, dass ich vom Gesundheitsamt komme, weil ich nach Insekten gefragt habe.
Bei meiner Recherche habe ich dann aber heraus gefunden, dass das Kamelhaar ein Erkennungsmerkmal von Propheten ist. Die einfache Art und Weise zu leben. Johannes wollte sich auch nicht von irgendjemanden oder irgendetwas abhängig machen außer von Gott. Und scheinbar hat Gott ihn gut versorgt, wenn er jetzt voller Tatendrang die Israeliten zur Umkehr rufen kann. Ein Rufer aus der Wüste. Ein Wüstling. Und vielleicht hat er ja auch in etwa so ausgesehen.
Vielleicht fragt ihr Euch, wo denn der Zusammenhang zwischen dem Thema „Welcher Weihnachtstyp bis du?“ und Johannes dem Täufer liegt.
Ich erinnere mich an ein Anspiel unserer Jugendlichen.
Da gab es den Spontanen, der am liebsten sofort alles aufbauen würde und sich schon riesig auf Weihnachten freut. Dann war der Pedantische Mensch dabei. Bei dem muss alles perfekt sein, sonst geht Weihnachten einfach an ihm vorüber. Der Unorganisierte ist völlig überrascht, dass es schon wieder Weihnachten gibt und besorgt alles auf den letzten Drücker. Der Sparsame dagegen kann sich gar nicht erlauben so tranig zu sein. Auf dem letzten Drücker kosten die Sachen gleich das Vielfache. Er mag es günstig, das sieht man am Weihnachtsbaum. Und der Rechtgläubige versucht den alles weiß zu machen, dass er ohne das alles auskommen könnte. Welcher Weihnachtstyp hat am ehesten zu Euch gepasst. Der eine oder andere hat sich bestimmt wiedererkannt.
Ich bin eher eine Mischung zwischen Spontan und Unorganisiert. Die beiden ergänzen sich sehr gut, wie ich finde.
Übrigens. Weihnachten wird nicht unterm Baum entschieden, wie uns das ein Elektronikhändler vorzuschwindeln wagt. Weihnachten hat sich in einem Stall entschieden.
Johannes der Vorbereiter und Wegbahner des Herrn ist auch ein ganz besonderer Weihnachtstyp. Er ist nämlich der Wegweiser. Ihm ist klar, er ist nicht der Messias, da muss noch ein anderer kommen. Und auf den muss er hinweisen. Er weist von sich weg, auf den, der kommt. Ein paar Verse nach unserem Predigttext wird Jesus von Johannes getauft. und Johannes kann sich vollkommen zurücknehmen. Er weiß nun, dass derjenige, dem er den Weg gebahnt hat nun endlich da ist und nun sein Reich aufrichten wird. Wenn in der Bibel irgendwo steht: das Reich ist nahe herbeigekommen, dann ist das immer ein Hinweis auf das Kommen und die Nähe Christi. Die frohe Botschaft ist Christus selbst.
Johannes mit seiner ganzen Person ist ein Wegbereiter für Jesus. Er bereitet das Volk auf die Begegnung mit dem Heiland vor. Wenn ich mir den Johannes so anschaue, dann merke ich, dass er für uns Christen ein sehr gutes Vorbild ist. Er macht deutlich worum es im Christsein geht. Die Adventszeit wird immer als besinnliche Zeit gedeutet, aber es ist eine Vorbereitungszeit auf das Kommen unseres Herrn. Wie können wir da schweigen? Lasst uns wie Johannes Rufende sein. Wegbereiter unsere Freunde, unsere Nachbarschaft, die ganze Stadt Wolfsburg vorzubereiten auf die Begegnung des lebendigen Herrn Jesus Christus. Es dreht sich nicht um uns. Johannes hat das verstanden. Er sagt später, ich bin hier um auf Jesus hinzuweisen, aber er wird noch viel stärker sein als ich, ich bin eigentlich nicht einmal würdig IHM die Schuhe zuzubinden.
In den letzten Tagen ist in mir so sehr der Wunsch entfacht ein Weihnachtstyp wie Johannes zu werden. Ein Wegweiser von mir auf den der kommt. Johannes macht es uns vor. Lasst uns in diesen Tagen bis Weihnachten die frohe Botschaft vom Kommen Gottes weitersagen. Seid mit mir ein Johannestyp. Seid ein Wegbereiter für Jesus, damit viele Menschen vorbereitet werden auf die Begegnung mit dem Messias.
Redet von Jesus, erinnert Euch an daran, wie ihr Jesus kennengelernt habt, und sagt es weiter.
Liebe Grüße
Euer Hagen
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